Die Idee

Medien machen neben Politik, Wirtschaft und vielen anderen Bereichen der Gesellschaft auch immer wieder sich selbst zum Thema. Aktuell scheinen zum Beispiel die Entwicklung der Internet-Nutzung und die daraus resultierenden Veränderungen der gesamten Medienlandschaft attraktive Themen für die Berichterstattung zu sein. Häufig referieren Journalisten dazu Studien, zumeist Befragungen. Dabei entsteht in manchen Fällen der Eindruck, dass Journalisten nicht kritisch genug mit den Ergebnissen dieser Studien umgehen. Oftmals lassen die tatsächlichen Daten zumindest andere Interpretationen zu als die im Artikel oder Beitrag dargestellten, was zu Übertreibungen und Verzerrungen führen kann. Zu dieser Tendenz tragen sicher nicht nur Unachtsamkeiten der Berichterstatter bei, sondern auch kommerzielle Interessen, die hinter einer Reihe von per Pressemitteilung in Umlauf gebrachten Studien stecken. Solche Interessen begünstigen allzu oft eine einseitige Darstellung von Studienergebnissen im Sinne des Auftraggebers. Seltener sind Fälle zu finden, in denen sich aus dem veröffentlichten Material auf ein Problem bereits in der Konzeption der Studie schließen lässt.

Dieses Blog will auf Schwächen in der Berichterstattung zu Studienergebnissen zum Thema Medien aufmerksam machen und die Probleme der Medienberichte diskutieren. Dabei sollen alternative Interpretationen von Daten aufgezeigt und offensichtliche Mängel von Studien und der Berichterstattung darüber kritisiert werden. Davon sind zwar keine letztgültigen Wahrheiten zu erwarten – hoffentlich aber ein Bewusstsein für einen differenzierten Umgang mit Medien-Studien.